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 Telepathie erklärt

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Lucky77

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Männlich Anzahl der Beiträge : 856
Ort : Hyperborea

BeitragThema: Telepathie erklärt   Do Nov 22, 2012 9:58 pm

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Telephatie






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Telepathie (altgriechisch: τῆλε (tēle) „fern, weit“ und πάθος,
páthos, „Leiden“) ist eine Bezeichnung für Übertragungen von
Informationen zwischen Lebewesen ohne Beteiligung bekannter Sinneskanäle
beziehungsweise bekannter physikalischer Wechselwirkungen. Im deutschen
Sprachgebrauch werden dafür auch die Begriffe Gedankenlesen und
Gedankenübertragung verwendet.

In der Parapsychologie wird versucht, Erklärungen und Nachweise für
vermutete telepathische Phänomene zu erbringen. Für die Existenz von
Telepathie sind keine empirischen Belege oder allgemein anerkannte
wissenschaftliche Theorien bekannt.

Wortherkunft

Telepathie ist ein Kunstwort, das durch den britischen Autor Frederic
Myers im Dezember 1882 vor der Society for Psychical Research (SPR) in
London eingeführt wurde. Die vorher verwandte Bezeichnung „thought
transference“ (dt. „Gedankenübertragung“) wurde durch die Wortschöpfung
von Myers abgelöst.

Wissenschaftliche Untersuchungen

ZenerkartenBei Untersuchungen zur Existenz von Telepathie wurden
unter anderem „Zenerkarten“ verwendet. Sie gehen auf Joseph Banks Rhine
zurück, der die Karten nach seinem Kollegen Karl Zener benannt haben
soll. Auf den Karten waren fünf verschiedene Symbole abgebildet: Ein
Kreis, ein Kreuz, drei Wellenlinien, ein Quadrat und ein fünfzackiger
Stern. Ein gebräuchlicher Satz bestand aus 25 Karten (je fünf Karten von
jedem Symbol). Bei einem Versuch wurden die Karten willkürlich
aufgedeckt und eine Versuchsperson sollte einer anderen Person den
Inhalt der Karte „telepathisch“ übertragen.

An einigen Universitäten wird an Telepathie im Rahmen der
Parapsychologie als Teilgebiet der Psychologie geforscht. Von 1954 bis
1998 existierte an der Universität Freiburg die von Hans Bender
geleitete Abteilung Grenzgebiete der Psychologie, deren Forschungsarbeit
durch das von Bender 1950 gegründete Institut für Grenzgebiete der
Psychologie und Psychohygiene in Freiburg weitergeführt wird.

Telepathische Phänomene werden vielfach auf Fehleinschätzungen von
Wahrnehmungen zurückgeführt. Es gibt Studien, aus denen geschlossen
werden kann, dass Personen, die paranormale Phänomene für möglich
halten, auch für wissenschaftlich beschreibbare Phänomene eher
paranormale Erklärungen befürworten und dass der Glaube an paranormale
Phänomene einhergeht mit einer erhöhten Fähigkeit zum Phantasieren,
einem geringeren Maß an kritischem Denkvermögen und einer verringerten
Fähigkeit zur Abschätzung von Wahrscheinlichkeiten. Bei einigen dieser
Personen wurde eine erhöhte Aktivität der rechten Gehirnhälfte
festgestellt, die Rückschlüsse auf Stärken im gefühlsmäßigen, kreativen
Bereich und Schwächen beim Lösen von logischen Aufgaben zulässt.

Cold Reading ist eine Methode, die suggerieren kann, dass eine
angeblich hellsehende Person Informationen besitze, die sie nur auf
übernatürlichem Wege erhalten haben kann.

Seit 1922 werden von verschiedenen Organisationen Preisgelder für den
Nachweis von parapsychologischen Fähigkeiten ausgeschrieben. Aktuell
existieren weltweit mehr als 20 verschiedene Organisationen, die eine
Gesamtsumme von über 2,4 Millionen US-Dollar ausgeschrieben haben. Das
höchste Preisgeld für den Nachweis von übersinnlichen Fähigkeiten wie
Telepathie wird aktuell mit einer Million US-Dollar von der James Randi
Educational Foundation ausgeschrieben. Seit 1922 war kein einziger durch
diese Organisationen durchgeführter Test auf paranormale Fähigkeiten
erfolgreich.

Mediale Umsetzung

Innerhalb der Science-Fiction-Literatur gibt es einige Erzählungen
und Romane, die sich mit dem Thema Telepathie befassen. In seinem Roman
Psi-Patt beschrieb der US-amerikanische Science Fiction-Autor Lester del
Rey mit der Gabe der Telepathie verbundene psychische Gefahren und
Qualen für die Betroffenen. Die Schriftstellerin Marion Zimmer Bradley
(Die Nebel von Avalon) schuf in ihren Darkover-Romanen eine Welt, deren
Geschichte, Kultur und Technologie weitgehend auf den vererbbaren
telepathischen Fähigkeiten aristokratischer Familien basiert.

Neben literarischen Verarbeitungen gibt es eine Reihe von filmischen
Umsetzungen des Themas. Eine der ältesten ist Das Dorf der Verdammten
(1960, Originaltitel Village of the Damned) von Wolf Rilla. Der Film
basiert auf dem Roman Kuckuckskinder (Originaltitel The Midwich Cuckoos)
von John Wyndham und beschreibt am Beispiel von zwölf aus
unerklärlichen Gründen geborenen Kindern, wie eine außerirdische Macht
mittels telepathischer Beeinflussung versucht, Menschen zu beherrschen.
Der gleichnamige Horrorfilm Das Dorf der Verdammten (1995) von John
Carpenter ist eine Neuverfilmung des Films von Wolf Rilla. In dem Film
Ghostbusters – Die Geisterjäger (1984) wird zu Beginn ein Experiment mit
Zenerkarten durchgeführt.

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